
Beim BIM-OKSTRA-Symposium 2026 präsentierten Boos + Kröll Ingenieure gemeinsam mit AKG Software ein aktuelles Infrastrukturprojekt aus der Praxis. Im Fokus stand die Verkehrsanlagenplanung im Zuge des Ersatzneubaus eines Brückenbauwerks im Autobahnkreuz Hilden. Der Vortrag stieß auf großes Interesse und bot Einblicke in die Anwendung der BIM-Methodik im realen Projektumfeld.

Im Rahmen des Projekts wird ein bestehendes Brückenbauwerk im Bereich der Autobahn A3 erneuert. Neben dem Neubau des Bauwerks umfasst die Maßnahme auch die Anpassung der Verkehrsanlagen sowie die Erneuerung angrenzender Gemeindestraßen. Die besondere Herausforderung liegt in der komplexen Verkehrsführung innerhalb des Autobahnkreuzes Hilden sowie in der Aufrechterhaltung sämtlicher Verkehrsbeziehungen während der Bauzeit.
Das Projekt wurde unter Anwendung der BIM-Methodik (Building Information Modeling) umgesetzt. Dabei kamen digitale Fachmodelle für verschiedene Teilbereiche der Planung zum Einsatz – unter anderem für Verkehrsanlagen, Entwässerung und Bestandsleitungen. Durch die modellbasierte Arbeitsweise konnten Planungsprozesse effizienter gestaltet, Zusammenhänge besser dargestellt und die Qualität der Planung nachhaltig verbessert werden.
Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit AKG Software. Ziel war es, die BIM-Methodik praxisnah anzuwenden und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Projekte zu gewinnen. Die Zusammenarbeit ermöglichte einen erfolgreichen Einstieg in die BIM-basierte Projektbearbeitung und lieferte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Prozessen und Werkzeugen und lieferte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Prozessen und Werkzeugen.
Z. B. wurde kurzfristig, also während der Projektbearbeitung, eine Funktion beim IFC-Datenexport implementiert, die Attribute aus den oberen Hierarchieebenen bis auf die unterste Ebene vererbt. Denn viele BIM-Viewer beherrschen (noch) nicht das Auslesen von Attributen aus den höheren Ebenen.
Inzwischen wurde auch eine Möglichkeit entwickelt, eine schräg zur Straßenachse verlaufende Brücke (nachträglich) aus einem durchgehend definierten Straßenkörper „herauszuschneiden“, was erhebliche Erleichterungen bei der Verkehrsanlagenplanung mit sich bringt. Bisher war es eine große Herausforderung, die Übergänge zwischen Strecke und Brücke an einem nicht senkrecht zur Straßenachse verlaufenden Bauwerk zu definieren.
Die vollständige Präsentation zum Vortrag steht Ihnen hier als Download zur Verfügung:
Der Vortrag zeigt, wie digitale Planungsmethoden bereits heute erfolgreich in der Praxis eingesetzt werden –
und welchen Mehrwert sie für zukünftige Infrastrukturprojekte bieten.